Warum eine Daunendecke mit den Jahren platt wird
Jede Nacht gibt der Körper Feuchtigkeit ab: über die Haut, beim Schwitzen und mit der Atemluft. Ein guter Teil davon landet in der Decke. Daunen und Federn können das eine Weile ausgleichen, doch über die Jahre verkleben sie. Aus vielen feinen, luftigen Flocken werden Ballen und Knoten.
Genau das macht eine Decke warm oder eben nicht: Wärme halten nicht die Daunen selbst, sondern die Luft zwischen ihnen. Liegt die Füllung zusammengeklebt, ist weniger Luft darin. Die Decke wirkt platt, wärmt schlechter und fühlt sich schwerer an, als sie ist.
Ein Kreislauf, der sich selbst beschleunigt
- Feuchtigkeit zieht ein. Schweiß und Atemluft gelangen Nacht für Nacht in die Füllung.
- Daunen verkleben. Die Flocken liegen enger, die Decke verliert an Höhe.
- Feuchtigkeit kommt schlechter heraus. Verklebte Daunen geben Feuchtigkeit langsamer ab, man schwitzt darunter stärker.
- Noch mehr Feuchtigkeit. Der Kreislauf beginnt von vorn, nur schneller.
Beim Kopfkissen läuft das noch schneller ab. Der Kopf liegt die ganze Nacht darauf, die Atemluft geht direkt hinein, und viele Menschen schwitzen an Kopf und Nacken besonders stark.
Im Norden ist die Luft feuchter, auch im Bett
Schleswig-Holstein ist das einzige Bundesland, das an Nord- und Ostsee grenzt. Der Westwind bringt die feuchte Seeluft weit ins Land, und das Wetter wechselt oft mehrmals am Tag.
Für Daunen heißt das: Sie trocknen zwischen den Nächten weniger gut aus, vor allem in kühlen Schlafzimmern, im Ferienhaus oder in Häusern direkt an der Küste. Das Verkleben geht dann schneller, und eine regelmäßige Auffrischung lohnt sich hier besonders.
Auslüften hilft, aber am richtigen Tag. Hängen Sie die Decke an trockenen, windigen Tagen nach draußen oder ans offene Fenster, nicht bei Nebel, Nieselregen oder wenn die Luft schon vom Meer her feucht ist. Dann nimmt sie eher Feuchtigkeit auf, als sie abzugeben.
Ist meine Decke betroffen?
Die meisten Decken verlieren ihr Volumen so langsam, dass man es kaum bemerkt. Diese Anzeichen sprechen dafür, dass die Füllung verklebt ist:
- Die Decke ist deutlich flacher als früher und füllt den Bezug nicht mehr richtig aus.
- Sie ertasten Knoten oder Klumpen, wenn Sie die Decke zwischen den Fingern abtasten.
- Nach dem Aufschütteln ist sie nach kurzer Zeit wieder platt.
- Sie frieren an manchen Stellen oder schwitzen unter der Decke mehr als früher.
- Die letzte Reinigung liegt mehr als drei Jahre zurück, beim Kissen mehr als zwei.
Treffen zwei oder mehr Punkte zu, ist Ihre Decke sehr wahrscheinlich nicht verbraucht, sondern einfach fällig.
So kommt das Volumen zurück
Aufschütteln verteilt die Füllung neu, löst aber keine Verklebungen. Auch die Waschmaschine hilft hier wenig: Die nasse Füllung klumpt in der geschlossenen Hülle und trocknet schwer wieder durch. Was wirklich hilft, sind zwei Schritte.
Schritt 1: Die Füllung wird gereinigt und aufgelockert
Bei der echten Bettfedernreinigung wird die Hülle geöffnet und die Füllung herausgenommen. Mit Wasserdampf und Wärme wird sie durchgewirbelt und durchgerüttelt. Dabei lösen sich die Knoten, die Daunen gehen wieder auf, und Staub und Federbruch werden aussortiert.
Füllung aus unserer Werkstatt, vor und nach der Reinigung.
Schritt 2: Bei Bedarf wird nachgefüllt
Weil bei jeder Reinigung Staub und Bruchmaterial herauskommen, wird die Füllung jedes Mal ein wenig leichter. Das lässt sich nicht vermeiden, aber gut ausgleichen: Wir füllen mit vergleichbarer Qualität als Neuware nach, aus rückverfolgbaren Quellen. So bekommt die Decke ihre ursprüngliche Fülle und Wärme zurück.
Ist die alte Hülle dünn oder undicht geworden, kommt die gereinigte Füllung in ein neues Inlett. Ob das nötig ist, sehen wir bei der Prüfung und sagen es Ihnen offen.
So bleibt die Decke länger locker
| Was | Warum | Reinigen etwa |
|---|---|---|
| Daunen- oder Federdecke | Nimmt Körperfeuchtigkeit auf, verklebt langsam | alle 3 Jahre |
| Kopfkissen | Kopf liegt darauf, Atemluft geht direkt hinein | alle 2 Jahre |
| Kopfkissen bei Hausstauballergie | Weniger Staub und Rückstände am Kopf | jährlich |
An der Küste und in Häusern, in denen es oft feucht ist, lohnt es sich, eher am kürzeren Ende zu bleiben.
Wer nachts stark schwitzt, zieht das Kissen zuerst in einen zweiten, schlichten Kissenbezug und erst dann in den gewohnten Bezug. Beide kommen zusammen in die Wäsche, das macht kaum Mehrarbeit. Die Kissenhülle bleibt so länger sauber, bekommt weniger Flecken und atmet länger gut.
Was es kostet
Die Reinigung der Füllung hat einen festen Preis. Alles andere hängt von Ihrer Decke ab, deshalb prüfen wir zuerst kostenlos und Sie entscheiden danach.
Den Versand zu uns zahlen Sie selbst, mit einem Paketdienst Ihrer Wahl. Lehnen Sie den Kostenvoranschlag ab, schicken wir Ihre Bettwaren gegen eine Rückversandpauschale zurück oder entsorgen sie auf Wunsch.
Lassen Sie Ihre Decke prüfen, bevor Sie eine neue kaufen
Sie melden Ihre Bettwaren online an, schicken sie per Paket zu uns und erhalten einen ehrlichen Befund. Gearbeitet wird erst, wenn Sie zustimmen. Wir arbeiten zügig und behandeln jede Decke einzeln.
Lieber erst fragen? Rufen Sie an: 06323 9898999 oder schreiben Sie an info@betten-michel.de.
Häufige Fragen
Warum wird eine Daunendecke mit der Zeit platt?
Schweiß und andere Körperfeuchtigkeit, auch aus der Atemluft, lassen Daunen und Federn mit der Zeit verkleben. Es bilden sich Ballen und Knoten, die Füllung liegt nicht mehr locker und die Decke wirkt platt.
Reicht es, die Decke kräftig aufzuschütteln?
Aufschütteln verteilt die Füllung neu, löst aber keine Verklebungen. Dafür muss die Füllung aus der Hülle, mit Wasserdampf und Wärme durchgewirbelt und gereinigt werden.
Was kostet es, das Volumen zurückzuholen?
Die Reinigung der Füllung kostet 25 € pro Feder- oder Daunendecke und 5 € pro Kissen. Ob nachgefüllt werden muss und wie viel, hängt von Größe, Zustand und Füllmenge ab. Das klärt die kostenlose Prüfung, danach entscheiden Sie.
Muss immer nachgefüllt werden?
Nein. Oft bringt die Reinigung allein schon viel Volumen zurück. Weil dabei aber Staub und Federbruch entfernt werden, wird die Füllung mit jeder Reinigung etwas leichter. Ob Nachfüllen sinnvoll ist, sehen wir bei der Prüfung.
Wie oft sollte man Daunendecke und Kissen reinigen lassen?
Als Richtwert: Kopfkissen etwa alle zwei Jahre, Daunendecken etwa alle drei Jahre. Für Hausstauballergiker empfiehlt sich beim Kopfkissen eine jährliche Reinigung.
Wie komme ich aus Schleswig-Holstein zu Ihnen?
Per Paket. Sie melden Ihre Bettwaren online an, schicken sie zu uns nach Edenkoben und bekommen nach der kostenlosen Prüfung einen Kostenvoranschlag. Wir arbeiten zügig und behandeln jede Decke einzeln.